Bauberichte

F/A-18 Hornet von Stefan Thurnherr

Um die langen Winterabende erträglich zu gestalten entschloss ich mich im November 06, ein Fliegerchen aus dem allseits bekannten Depron zu basteln. 

Was soll's denn werden? Nach einigem Herumstöbern im Internet fand ich auf www.slowflyer.ch ein paar interessante Baupläne für Modelle, die aus 6mm-dicken Depronplatten hergestellt sind.
Aufgrund des eidgenössischen Blutes in meinen Adern entschied ich mich für die F/A-18.

 tit

Quelle: http://www.fightersquadron17.ch

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Bauplan drucken und Material besorgen

Als Erstes musste ich mir Material besorgen. Dies fand ich auch bei www.probag.ch.
6mm dicke Depron-Platten, Grösse 800x1250mm, 10 Platten, frei Haus-Lieferung inkl. MwSt. kosten 85.- Fr.
Die Hornet benötigt für deren Bau insgesamt eine Platte, also hat man reichlich genug, um noch weitere fliegende Kisten zu bauen.
Um den Bauplan 1:1 ausdrucken zu können, benutzte ich einen Grossformat A0-Drucker, der in unserem Geschäft "rumsteht".
 
 
Los geht's
Zuerst wurden die einzelnen Bauteile vom Bauplan auf die Depronplatte abgebildet. Aber wie? Ich entschied mich, mit einer Stecknadel die Eckpunkte durchzustechen und anschliessend mit einem schwarzen Filzstift nachzuzeichnen. Um Material zu sparen, wurden die diversen Bauteile nicht wie auf dem Plan dargestellt übernommen, sondern noch ein wenig zusammengerückt.

Zum Ausschneiden empfiehlt sich ein scharfes Messer, einen Cutter oder Ähnliches. Übrigens merkt man sofort, wenn die Klinge stumpf wird: Auf der Unterseite des Schnittes werden kleine Depronsplitter ausgerissen und die Schneidfläche sieht ekelhaft aus.
Ansonsten geht's recht zügig voran. Innerhalb 45 Minuten hat man alle ausgeschnittenen Teile vor sich liegend.
 
 
Nun beginnt das Zusammenfügen der Einzelteile. Durch Klebversuche an Abfallteilen entschied ich mich für Weissleim. Der hält bombenfest. Im Nachhinein kann ich festhalten, dass für's Überschleifen der getrocknete Leim nicht geeignet ist, doch die Klebestelle hält :-) und das zählt.
Da der Leim einige Stunden zum Trocknen braucht, dauert's einige Wochen, bis die Hornet Gestalt annimmt. Aber das spielt ja auch keine Rolle: die langen, dunklen Winterabende dauern bis im März. Man hat also genügend Zeit.

Während des Zusammenbaus wurden auch die Aussparungen für die RC-Einbauten vorgenommen. In die Inneneckpartien verleimte ich zudem 4kt-Balsahölzchen, damit später bei der Verrundung der Rumpfaussenpartie genügend "Fleisch" vorhanden ist.
 
Farbgebung und Antrieb
Nun liegt die Hornet vor mir. Man erkennt sogar, dass es eine F/A-18 Hornet ist. Toll - Freudensprung. Ob das Teil auch fliegt? Ernüchterung. Nun, aufgrund des Flügelquerschnitts sicherlich nicht (Depronplatte). Diese Dinger fliegen nur durch einen Brushlessmotor, der auch genügend Dampf macht.

Auf www.ricardo.ch fand ich einen Regler SBR-15 inkl. Brushlessmotor BM 2410-09 für 60.- Fr. Der reicht völlig aus für meine Experimental-Hornet. So nenne ich sie inzwischen, da ich mir unsicher bin, ob sie wirklich fliegt.
Als Energiequelle wird ein 11,1V Lipo mit 1050 mAh dienen (www.metzger-infotech.ch).
 
 
 Wie soll das Fliegerchen farblich gestaltet werden? Ich entschied mich für folgende und aussergewöhnliche Variante: Die Nase wird gelb, mit ein paar schwarzen Strichen (eben wie eine Hornisse), die restliche Oberfläche grau, auf Flügeln und Seitenleitwerken ein Schweizer-Kreuz, so wie es sich im Helvetierland gehört!!

Doch bevor ich Zeit und Material für die Gestaltung vergeude, wird wohl oder übel der Erstflug erfolgen. Dieser steht noch aus… mit meiner Experimental-Hornet.

Stefan Thurnherr (Januar 07)

 

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