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Vario mit GPS und Stromsensor von WS-Tech

setDa mein neuer PACE Competition ein Fluggerät der flotteren Art ist, kam schon früh der Wunsch auf im Flug die Geschwindigkeit live angeben und die Flugbahn loggen zu können. Nun gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten an diese Daten zu kommen: diverse Telemetriemodule von 2.4GHz-Funktechnikhersteller, den SkyNavigator mit Palm oder Vario mit GPS-Empfänger.

Da ich während dem Fliegen aber nicht auf ein Display schauen möchte um dann noch u.U. den Segler aus den Augen zu verlieren, war schnell klar, dass ich was fürs Ohr brauchte. Und somit war klar: ein Vario musste her.

Nachdem ich mir alle bekannten Vario-Produkte aufgrund der Daten und Berichte im Internet verglichen hatte, fiel der Entscheid zu Gunsten des WS-Tech-Varios aus. Dies nicht zuletzt aufgrund der Invovationsfreude des Entwicklers Wolfgang Schreiner. Sein Vario wird laufend weiter entwickelt, sei es hard- wie softwareseitig. Und da ich als Elektroniker und Softwareentwickler eh ein Faible für Technik habe, bestellte ich mir das volle Paket bei Wolfgang: Das CS Datavario Duo mit zwei Drucksensoren, GPS-Empfänger, Stromsensor und Thermometersonde. Im folgenden sollen die einzelnen Komponenten nach und nach getestet und die Erfahrungen beschrieben werden.

 


 

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Warum zwei Drucksensoren?

An den einen Drucksensor kann für die TEK-Düse angeschlossen werden, welche dafür zuständig ist, dass die sogenannte "Knüppelthermik" ausgeblendet wird. Somit wird beim Ziehen, bzw. Drücken am Höhenruder der Varioton nicht verfälscht. Der zweite Drucksensor ist nur für die barometrische Höhenänderung (Varioton) zuständig und noch höher auflösend als der Erste.

Was bringt der GPS-Empfänger?

Mit Hilfe des GPS-Empfängers kann ich nun endlich den Speed bei einem horizontalen Überflug messen. Dann hat das Rätselraten ein Ende, ob es nun 120, 150 oder gar noch mehr km/h's waren. Zudem werden die GPS-Daten auf eine SD-Karte geloggt und bieten so die Möglichkeit die Daten später z.B. als dreidimensionale Flugbahn in GoogleEarth darzustellen. Dank dem zweiten hochauflösenden Drucksensor und dem GPS-Empfänger ist u.a. auch eine Gleitzahlmessung innert 10 Sekunden möglich!

Und der Stromsensor?

Der Stromsensor wird zwischen Akku und Regler gesteckt und misst ganz einfach den Strom. Dank diesem kann das Vario u.a. nach einem Steigflug den maximalen Stromverbrauch durchgeben oder auch die bisher verbrauchte Akkukapazität. Somit weiss ich dann immer auch wieviel Saft noch im Akku ist.

Sodele, dies war nun einfach mal kurz eine Beschreibung, was das Vario - nebst der bekannten Variofunktion selbst - noch alles kann, wobei noch lange nicht alle Möglichkeiten und Funktionen aufgezählt sind. Für weiterführende Infos zum Vario möchte ich die sehr informative Website von Wolfgang Schreiner empfehlen:  www.wstech.de

Log-Funktion

Alle Daten, welche das Vario in irgendeiner Art registriert werden auf eine SD-Speicherkarte abgelegt. Möchte man die Daten am PC auswerten, wird einfach die SD-Karte aus dem Vario entnommen und mit dem Programm "DataVarioTool" von WS-Tech in ein lesbares Format umgewandelt.

Ein erster Test mit dem neuen GPS-Vario von WS-Tech.

Da der Erstflug meines PACE Competition noch auf sich warten lässt, sollte erstmal das Vario mit dem GPS-Empfänger "auf dem Trockenen" getestet werden. Frei nach dem Motto: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser." möchte ich mir sicher sein, dass die späteren Speedmessungen auch realen Vergleichswerten entsprechen. Dazu packte ich das Vario mit dem GPS-Empfänger kurzerhand aufs Amaturenbrett von unserem Kombi und fuhr ne Runde auf den Töni/Oberegg, dann über Rheineck und über die Autobahn wieder zurück. Vorallem die gefahrene Geschwindigkeit auf der Autobahn, welche während der Fahrt zusätzlich ab einem Navigationsgerät notiert wurde sollte als Vergleichswert herhalten. Wieder Zuhause angekommen wurde das Log-File mit der DataVarioTool-Applikation in eine für GoogleEarth (GE) verständliche 3D-Datei (kml-Datei) aufbereitet.

Und hier nun das Resultat, welches sich wirklich sehen lassen kann. Die Abweichungen gegenüber dem GE-Modell bewegen sich im Bereich von ca. +/- 5m. Da die absolute Positionsangaben von handelsüblichen GPS-Empfänger ohne kostenpflichtige Zusatzlizenz immer nur auf ca. 5-10m genau sind, ist diese Abweichung ein sehr guter Wert. Relativ gesehen stimmen die Angaben dann eh wieder.
Bemerkung zum angezeigten Pfad: da auch die Höhenangaben von GE nicht 100%tig stimmen, kann es vorkommen, dass die GPS-Linie auch mal verschwindet. Das ist dann der Fall, wenn die GPS-Höhe vom Vario etwas tiefer liegt als die GE-Höhe (liegt aber alles in der Toleranz). Wobei dieser Test ja auch mit dem Auto gemacht wurde, d.h. das vermeintliche "Varioträger-Segelflugmodell" flog immer ca. 1m über Grund...
Im Normalfall fliegt man ja später mit einem Flugzeug in der Gegend rum und dann ist die Flugbahn grösstenteils immer über weit Grund.

Hier nun ein Test mit eingebautem GPS-Empfänger unter der silberfarbenen GFK-Haube. Wie man sieht, funktioniert der GPS-Empfänger völlig problemlos auch unter GFK (was ja auch zu erwarten war).
Empfangsprobleme sind nur unter CFK oder anderen abschirmenden Materialien zu erwarten.

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