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22./23. August 2009: Hangfliegen im Tessin

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22./23. August 2009: Hangfliegen im Tessin
Fliegen auf dem Monte Lema
Bilder von Davids Haushang
Bilder vom Monte Lema
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gruppe

Als wir vor einer Woche nach dem tollen Hangflugnachmittag auf dem Schönjöchl beim Abendessen sassen, schwärmte David von seinem Haushang im Tessin. Tolle Aussicht, gute Thermik und genüged Platz zum Landen habe man da. Nun ja, da aus dem geplanten Vereinshangflugwochenende eh nichts wurde, haben Michael und ich Davids Einladung zum Hangfliegen in der Südschweiz gerne angenommen. Am nächsten Freitagabend sind wir dann zusammen mit Michaels Sohn Dominik bei David Zuhause eingetrudelt, wo wir gleich mit einem feinen Znacht empfangen wurden. Da wir erst nach 20 Uhr abgefahren waren, wars ein dementsprechend später Znacht und auch das Bett sahen wir erst in den frühen Morgenstunden...Unschuldig


fruehstueck Nach einem ausgiebigen und feinen Frühstück mit Salami, Mostbröckli (hmm - oder war es Bündnerfleisch) und tessiner Käse packten wir beide Autos mit Flugmaterial und los gings in Richtung Davids Haushang.
10000160 Nach ca. halbstündigen Fahrt erreichten wir den Parkplatz. Von dort aus geht es noch 10 Minuten zu Fuss durch ein Stück lichten Wald. Ein Gelände welches locker zu Steven Spielberg's "Jurrasic Park" gepasst hätte. So gings zwischen kleinen Bächlein, Sträucher und mannshohen Farn zu Davids Hangflugeldorado.
10000400 Kaum aus dem Waldstück heraus und schon standen wir in einem Hochmoor auf ca. 1200m ü.M. Wobei das Hochmoor dann auch gleich die Landewiese war. Noch ein paar Schritte und der Hang lag vor unseren Füssen. Tolles Panorama, wunderbares Wetter, aber leider gings thermisch nur "so la la". Den "Schuldigen" hatten wir schnell ausgemacht. War ja klar - wir hatten ja unseren Glücksbringer Michael dabei, hehe...ZwinkernLächeln
10000280 Auf Davids Empfehlung, es würde sicher noch tragen, da es ja schliesslich vor zwei Tagen auch super hoch ging, haben bauten wir unsere Flieger zusammen und flogen die ersten Schupperrunde mit Zagi und anderen Leichtwindseglern. Ok - es mochte ja 2 Tage vorher wirklich der Hammer gewesen sein, aber nun war echt nicht viel los. Man konnte sich gerade so auf Höhe halten, auf gut Deutsch: Nullschieber. Nach ein paar Runden waren wir alle wieder am Boden und vesperten erst Mal kräftig um für weitere Taten gestärkt zu sein.
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Hmm, was war das? Hat da etwa der Wind gedreht und kömmt nun von hinten?Cool
Nachdem es am David-Hang von nun an nur noch bergab ging, haben wir kurzerhand die Umgebung erkundet und stellten mir Freude fest, dass der Wind auf der Nordseite vom Hang sich voll entfalten konnte. Und da sich nördlich von uns in Richtung San Bernardino auch noch Gewitterwolken auftaten, gabs nur noch eines. Hangstandort wechseln und mit dem ganzen Gerümpel an die andere Hangkante zügeln. Was mögen die Kühe wohl gedacht haben...Zunge rausstrecken

10000800 Hier blies der Wind so stark, dass es uns zeitweise gehörig durchgeschüttelt hat. Ich als alter Surfer sag mal so über den Daumen gepeilt, da waren Böen bis 7 drin. Mein Thermik XXL übte so auch immer mal wieder das alte Spiel "im Wind stehen bleiben". Ist ja auch der Grund wieso ich bei Daniel Lesky was Neues geordert habe...
Davids Solution, Michaels Vikos und mein grosser Gelber fühlten sich sichtbar wohl in ihrem Element. Diese Seite vom Berg ist bei Nordföhn ideal. Und das Tolle daran, sogar für David war dieser Platz Neuland.
(Anmerkung zum Bild: keiner von uns hatte die Hose voll, sieht nur so aus, hehehe.)
10000680 Ja, dieser Hang hatte es in sich. Vor uns stark abfallenes Gelände ähnlich einer Felswand und hinter uns Felsen und zwischendurch ein paar Fetzen Hochmoor, dessen Fläche man beim Landen mit genügend Gegenwind gut anpeilen konnte. Nur darf man beim Landen und so starkem Gegenwind nicht von zu weit hinten anfliegen - gell David. Ok, auch mich hätte es fast erwischt, aber dafür habe ich ja einen Schwirbler als Nothilfe.Cool
Ehrlich gesagt hätte ich mir vor 2 Jahren nicht vorstellen können, dass man auf so einem ruppigen Gelände mit 5m problemlos Landen kann.

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Jo, wer macht da wohl einen auf Michelin-Männli?Lachen

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Fliegen macht hungrig und irgendwann waren wir auch müde vom Hangkanteschruppen und so gings dann auch mal wieder zurück zu Davids Haus. Unser Gastgeber gab sich alle Mühe und legte sich auch beim Grillen voll ins Zeug. Und so lag nach knapp 2 Stunden ein wunderbar saftiger Schweinsbraten auf dem Tisch. Cris zeigte sich für die Beilagen verantwortlich und wir liessen es uns gut gehen. Hat super geschmeckt - David.Cool
Nur mit einer Sache hatten Michael und ich unsere liebe Mühe. Am Sonntag wollten wir auf den Monte Lema. Ein Gedanke, welchem sich David partout nicht anfreunden konnte. Aber da wir ja beim ihm zu Gast waren, konnte er uns diesen Wunsch nicht abschlagen...Zunge rausstrecken (Sollte sein Fehler nicht gewesen sein.)