| Beitragsseiten |
|---|
| 23.-24. September 2006: German Akro Masters |
| Bilder |
| Alle Seiten |
| Da ein Arbeitskollege ganz kurzfristig für mich eingesprungen ist und meinen Dienst am Samstag übernommen hat, konnte ich doch noch zusammen mit David, seinem Sohn Robin, und Christof ans Acro Masters nach Albstadt fahren. Und wie sich herausstellte, war dass ein rundum gelungener und interessanter Tag. Nachdem ich Christof in Balgach abgeholt habe, trafen wir uns mit David und Robin beim Rheinpark. Ich merkte relativ schnell, dass ich von David als lebende Strassenkarte „missbraucht“ wurde. Als ob ich mir das gedacht hätte, habe ich in der Früh noch eine Wegbeschreibung ausgedruckt. Und so kamen wir ohne Umwege um 9 Uhr direkt am Modellflugplatz der Firebirds an. So konnten wir in der vordersten Reihe unsere Stühle aufstellen und das ganze Geschehen wunderbar verfolgen. |
|
|
Als erstes war das Pflichtprogramm an der Reihe. Alle Piloten mussten das selbe Flugprogramm fliegen. Und das waren nicht gerade einfache Figuren. Da waren dann schon Rollenkreise zu sehen, die auf einen ganzen Kreis 4 ganze Rollen beinhaltete und diese erst noch links und rechts drehend. Da sah man auch als Laie, dass der eine oder andere ein bisschen mehr gefordert war. Das Ganze wurde mit Modellen zum grössten Teil mit 3 Metern Spannweite geflogen. Was auch zu sehen war, bezw. zu hören, war eine Cup 231 mit einem 4 Takt Anrieb und eine Raven mit einem, bezw. 4 Hacker Motoren zusammen gekoppelten, Elektoantrieb. Motoren wurden fast auschliesslich mit 150 ccm eingesetzt. Ausser Sabastiano Silvestri, der verwendete einen 3W mit 212 ccm in einer Katana. (Gell David) |
|
| Nach diesem Durchgang war der Freistil angesagt. Da durfte jeder Pilot zeigen, was er so drauf hatte. Da wurde mit Musik geflogen, Smoker eingesetzt und sogar Raketen abgeschossen. Und das Ganze fand nun wesentlich tiefer statt. Musste man sich vorher richtig zum Himmel strecken um alles verfolgen zu können, konnte man nun einfach gerade aus schauen. Da wurden Powerrollen in 5 Meter Höhe auf kleinstem Raum links und rechts rum geflogen. Da wurde getorquet was das Zeug hielt. Und der eine oder andere zeigte Ueberschläge in Bodennähe, dass man jeden Moment dachte, wieder ein Modell weniger. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es während dem ganzen Tag nur einen Motorabsteller gab. Und der ging auch ohne erwähnenswerten Zwischenfall gut aus. | |
| In der Mittagspause war ein kurzes Showfliegen angesagt. Robert Sixt und ein junger Bursche (16 Jahre), beide mit einem Modellheli, zeigten ein Programm, dass seinesgleichen sucht. Wer Robert Sixt schon mal live gesehen hat, der weiss von was ich spreche. Der bot eine Show, es war der Hammer. Und ich dachte mir, jetzt wird es der Jüngling aber recht schwer haben, da noch Parole zu bieten. Vor allem als der Sprecher auch noch erwähnte, dass er erst drei Jahre dieses Hobby betreibe. Doch in kann nur sagen: Was der Junge uns zeigte habe ich überhaupt noch nie gesehen. Und ich darf doch schon erwähnen, dass ich auch schon Curtis Youngblood und Rüdiger Feil live gesehen habe. Und die gelten in dieser Szene nach wie vor als Erfinder des so genannten 3-D Fliegens. Die Physikalischen Gesetze scheint der Junge nicht zu kennen. Um nur ein Beispiel zu nennen. Sein Heli bleibt in der so genannten Messerfluglage, ja richtig gelesen Messerflug, in einem Meter Höhe, in langsamster Vorwärtsfahrt während mindestens 20-30 Meter. Und auch die anderen Figuren, wenn man überhaupt Figuren sagen kann, waren einfach sensationell. Alle wurden exakt zur Musik geflogen und hie und da war nur noch ein lautes Ohh vom Publikum zu hören. Wenn bei mir mal ein Heli so geflogen ist, wie bei dem Jungen, dann habe ich einen Totalausfall der Elektronik gehabt und nachträglich mit Sicherheit einen fatalen Einschlag auf der Erde. Und das schöne war, dass wir am Abend noch mal in den Genuss seiner Flugkünste kamen. | |
| Nach dieser Showeinlage, die seinesgleichen wirklich sucht, hat dann eine bemannte Extra 330 über dem Platz ein paar wunderschöne Figuren in den Himmel gezaubert. Wenn man die originale EA mit den Modellen vergleicht, dann sieht man erst, wie gross ein 3 Meter Modell wirklich ist. |
|
| Anschliessen mussten die Piloten die Unbekannte fliegen. Unbekannte heisst, dass am Vorabend bekannt gegeben wird, welche Figuren die Piloten unvorbereitet vor fliegen mussten. Und da diese Figuren ja niemand kannte, bedeutet das, dass man entweder alle nur erdenklichen Flugfiguren kennen sollte, oder aber in der Lage sein muss, dass Ganze dann einfach fliegerisch am Folgetag 1:1 umzusetzen. Zum Letzteren, nehme ich mal an, sind die Teilnehmer an einem Acro Masters auch in der Lage. Aber auch hier hat man auch als Laie wirklich Unterschiede bei den Figuren gesehen. Irgendwann während der Unbekannten ist dann plötzlich Michael noch zu uns gestossen. Er, wie auch wir kamen anschliessend an die Unbekannte noch mal in den Genuss des Free-Style Programms. Es war zwar noch mal das Gleiche Programm, aber auf keinen Fall weniger sehenswert. |
|
| Zwischen der Unbekannten und dem Free-Style wurde uns noch eine Tiger F5, mit einer Jet-Cat Turbine mit 16 Kilo Schub und einem Gewicht von 18 Kg vorgeflogen. Das Ganze war schon recht flott unterwegs. So ca. 250 Km/h. Zeitgleich startete noch ein Jet von Graupner, eher so ein Zweckmodell. Dieses hatte den selben Antrieb, aber ein Abfluggewicht von nur 10 Kg. Das machte sich auch sehr gut in der Startstrecke, der Steigleistung und der Geschwindigkeit bemerkbar. Waren es doch bei diesem Modell schon gegen 350 Km/h. Da ging wirklich die Post ab. |
|
| Nachdem der Wettbewerbsteil abgeschlossen war, war dann noch freies Fliegen angesagt. Es war schon langsam am Eindunkeln. Wir machten uns auf den Weg zum Auto. Als wir plötzlich nur noch ein zischen hörten und dann fassungslos in den Himmel schauten. Da flog einer doch tatsächlich noch mal ein Jet Modell am Abendhimmel. Während ich zu David sagte, dass dieser Pilot wohl nicht mehr ganz, ihr wisst schon was ich meine, fängt sein Jet an, für mich sah es so aus, sich unkontrolliert sehr schnell, so ähnlich wie eine Sonne die man am 1. August anzündet, an der selben Stelle zu drehen. Ich sagte noch, dass hat er nun davon, weil er bei diesem schummrigen Licht noch mit einem Jet rum fliegt. Da meinte David das sei normal, es handle sich um einen neuen Jet (Euro-Sport) von ARF-Composite. Und was wir dann zu sehen bekamen, war schlicht weg unfassbar. Der Pilot schaffte es doch glatt mit seinem Jet minutenlang, man möchte fasst sagen zu hoovern. Er hat sein Modell senkrecht am Himmel auf dem eigenen Abgasstrahl an Ort und Stelle einfach stehen lassen. Ich dachte immer, wenn irgend was gelenkt werden muss am Modell, dann müssen auch die Ruder angeströmt werden. Aber bei einem Jet im Stillstand ist das einfach nicht möglich. Das Modell hat so viel Power, dass es Problemlos auf seinem eigenen Abgasstrahl stehen kann. Ich nehme mal an, dass er mit der Turbine lenken kann. Kann ich mir nicht so ganz vorstellen, möchte es auch gar nicht wissen. Auf jeden Fall war auch die Höchstgeschwindigkeit und die Steigleistung noch extremer als bei den anderen Jet Modellen. | |
| Nach dieser doch eher merkwürdigeren Vorführung eines Jet’s machten wir und dann auf den Heimweg. Gelegenheit mich auszuruhen hatte ich überhaupt nicht, denn ich wurde schon wieder als lebende Landkarte missbraucht. Die Heimfahrt wäre ja nun nicht mehr erwähnenswert, wäre da nicht David, der bis auf eine einzige Ausnahme, immer dort gefahren ist, wo ich es sagte. Schwenkt doch der sein Auto einfach rechts an den Fahrbahnrand und fährt einfach nicht mehr weiter. Der Grund: Er hatte Tränen in den Augen. Besser gesagt, er konnte nichts mehr sehen, er sah alles nur noch verschwommen. Nein, der Grund war nicht das Ende des Acro Mastes. War es doch eher der Umstand, dass mir ein paar Witze eingefallen sind. Und wohl gemerkt, es waren nur Jugendfreie Witze. Aber nach dem Radisli GTI und dem Breitmaulfröschchen war David kurzfristig nicht mehr in der Lage sein Auto zu lenken. Aber er brachte uns dann alle noch heil nach St. Margrethen. Abschliessend sei nur noch gesagt, dass es ein wirklich schöner Tag gewesen ist, und ich bestimmt nicht das letzte Mal an einem Acro Masters gewesen bin. Schöne Grüsse Mirco |
|




